Granada – Stadt des Weltkulturerbes
Granadas bewegte Geschichte spiegelt sich vor allem in den zahlreichen historischen Bauten wider, die zu einem beliebten Reiseziel für Kulturtouristen macht.
Bedeutende Sehenswürdigkeiten in Granada
Die wohl berühmteste Attraktion ist die Alhambra. Der monumentale Palastkomplex erhebt sich von einem Hügel über die Stadt und zählt zu den bedeutendsten Vertretern der maurischen Kunst. Ihre Entstehung reicht bis ins 13. und 14. Jahrhundert zurück. Die raffinierte Architektur sorgt für besonders dekorative Lichteffekte, die sich aus dem Zusammenspiel zwischen ausgewählter Materialien und Sonnenstrahlen ergeben. Zum Komplex gehören die Festung und mehrere Paläste, die mit ihren unzähligen Verzierungen und den lauschigen Gartenanlagen einen märchenhaften Eindruck vermitteln. Aus dem Zentrum der Stadt erhebt sich die Kathedrale. Anfang des 18. Jahrhundert wurde die Kirche fertiggestellt und gilt als erster Sakralbau der spanischen Renaissance. Die barocke Fassade beeindruckt durch üppige dekorative Elemente, im Innern fasziniert vor allem die meisterlich gearbeitete Hauptkapelle. Auf der Plaza Nueva liegt der Chancillería Real, ein eleganter Palastbau im klassischen Stil und manieristischer Fassade. In dem pittoresken Bauwerk aus ionischen Säulen und Rundbögen liegt heute das Oberlandesgericht Andalusiens. Ein Paradies für Kunstfreunde ist das Kartäuserkloster, dessen Anfänge ins frühe 16. Jahrhundert zurückreichen. Den Höhepunkt eines Besuchs bildet die Kapelle mit der ausgiebig verzierten Kuppel. Farbenprächtige Gemälde zeigen biblische Szenen, die zu den wichtigsten Vertretern des spanischen Barocks gehören. Die Abtei des Sacromonte geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Trotz einiger Zerstörungen sind die kunstvollen Konstruktionen noch gut erkennbar. Besonders sehenswert sind der spätbarocke Chor, der Altar mit Christusfigur und der Marmortisch in der Sakristei sowie die angeschlossene Pinakothek. Ein Spaziergang durch das Stadtviertel Albaicín macht die maurischen Zeiten wieder lebendig. Das älteste Viertel der Stadt gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und fasziniert Besucher mit den hübschen gewundenen engen Gassen und der prächtigen Aussicht auf die Alhambra. Einen guten Einblick in die maurische Kultur gewährt das El Banuelo, ein historisches Bad, dessen Geschichte mehr als tausend Jahre zurückreicht.
Aktivurlaub in Granada
Granada bietet seinen Urlaubern eine schöne Auswahl an Naturschutzgebieten für gemütliche Spaziergänge und ausgiebige Wandertouren. Der Nationalpark Sierra Nevada beeindruckt mit seiner vielfältigen Landschaft, in der sich waldreiche Gebiete mit schroffen Felsen und dem Halbgebirge abwechseln. Im Winter verwandelt sich die Sierra Nevada in ein atemberaubendes Skigebiet. Dank des höchsten Gipfels der iberischen Halbinsel erwarten die Besucher hier reizvolle Abhänge für alle Arten des Wintersports. Sacromonte ist das ehemalige Zigeunerviertel der Stadt. Hier gibt es die zahlreichen Guevas, die Zigeunerwohnungen in den Höhlen, zu besichtigen, die teilweise noch heute bewohnt werden. Das Viertel ist zudem berühmt für seine Flamencoveranstaltungen, die mit fröhlicher Musik zum Tanz einladen. Die granadische Küche ist noch stark von arabischen Einflüssen geprägt. Das zeigt sich vor allem bei den Süßspeisen aus Mandeln und karamellisiertem Zucker. Die gute Lage der Stadt ermöglicht eine Vielfalt an Zutaten aus dem Meer wie aus den Bergen. Typische Gerichte sind Omelettes, Eintöpfe, Kartoffelgerichte und Ziegenfleisch.
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